Archiv für September, 2002
01. -02. September 2002
[Stöhn]
Wir hatten ganz schön Muskelkater vom Aufstieg.
Das Aufstehen um 6:00 Uhr wurde mit einem malerischen Sonnenaufgang belohnt. Nach dem Zähneputzen wurde der erste Geburtstag des Healthpost gefeiert. Anschließend haben wir mit Uudhoub die ersten Patienten versorgt. Nach einigen Stunden im Behandlungszimmer des Health-Post lernten wir, wie mit wenig technischer und medikamentöser Unterstützung Pflege und Medizin in einem unterwickelten Land, fern der Zivilisation funktioniert.
Am Nachmittag führte uns Bharat, Organisator dieser Einrichtung, noch durch die einzelnen Abschnitte des Dorfes zu einigen Hausbesuchen. Abends gab es im Klassenzimmer des Post einen kurzweiligen Deutsch-Unterricht für die vielen Kinder. Zum Schulschluß gab es Bonbons, für die sich die Kinder mit einem Ständchen bei uns bedankten.
Nach einem leckeren Tee zum Frühstück sind wir am nächsten Morgen Richtung Nagarkot aufgebrochen, denn hier sollte unser Bus nach Kathmandu losfahren. An der dortigen Haltestelle richteten wir uns zuerst auf eine zweistündige Busfahrt ein, doch Jörch zeigte Verhandlungsgeschick, und hat die günstige (und direkte) Taxifahrt nach Kathmandu spendiert. Dort sind wir letztendlich wohlbehalten wieder angekommen.
Tja, den Rest des Tages haben wir mit Fotosortieren und Berichteschreiben verbracht, damit ihr`s jetzt selber sehen könnt…
also gute Nacht und bis morgen…
HTC Health-Post in Naldum – 2. Tag

Knock knock knock…”Sunrise, Sir” ertönte es gegen 6:00 Uhr am nächsten Morgen. Dieses Bild vom Dach der Welt wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Zufall. Heute ist der erste Geburtstag des Health-Post. Das wird (natürlich) gefeiert.

Uudhoub schmückt den Eingang zum Behandlungsraum….

…und verteilt Ticka (Reispunkte, heute gelb und rot) an die Anwesenden.

Bharat (rechts von Uudhoub), der Organisator des Dorfprojektes, verteilt Geschenke und symbolisch 1 Rupee-Banknoten.

In der Mitte: Ganesh, der Gangster unter den Kiddis, die Reinkarnation von Michel aus Lönneberger. Ganesh kriegt in regelmäßigen Abständen “den Hintern versohlt”, und hat nur Flausen im Kopf…;-)

…auf dieser Liege musste Matthes gestern erstmal zwischengelagert werden.

Der Medizinschrank ist mit dem Nötigsten ausgestattet.

Uudhoub zeigte uns die Stationstagebücher…

…und führte uns in die Dokumentation ein.

Bilder von der Sprechstunde. Die meisten Symptome der Patienten sind Fieber, Durchfall, Magen-Schmerzen, äußere Verletzungen und Folgeerkrankungen.

Nach jeder Behandlung wird zeitnah dokumentiert.

Zwischenzeitlich findet in den Feldern Agrarunterricht statt.

Den Bewohnern der Umgebung wird die Mischnutzung erklärt. Das Aufbrechen der Monokulturen Mais und Reis soll zu einer vielfältigeren und gesünderen Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung führen.

Hier das Produkt des heutigen Tages, ein geschütztes Gemüsebeet auf einer Reisterrasse.

Mit Bharat ging es zu den umliegenden Häusern…

…über schmale Pfade, durch Flüsse, vorbei an steilen Abhängen.

Das Pflegeteam beratschlagte sich vor Ort. Diese Frau leidet unter intermittierendem Fieber unbekannter Herkunft.


Im Haus wird die Teepause am offenen Feuer vorbereitet.

…unter neugieriger Beobachtung.

…konnten wir uns noch in einigen Häusern über das “Schornsteinprojekt” im Dorf informieren. Neben dem Projekt in jedes Haus eine Toilette zu installieren, dient dieses der Schaffung eines gesünderen Wohnumfelds.

Die unterschiedlichen Schlafstellen der Bewohner.


Impressionen rund um den Health-Post….
…

Am Abend wurden wir gebeten, den Kindern eine halbe Stunde Deutschunterricht zu geben.

Der recht kurzweilige Unterricht wurde mit Gesangs- und Tanzeinlagen berreichert.

Nach Schulschluß gab es für die Schüler noch eine Überraschung…

… Sweets für alle! Da war selbst so mancher Erwachsene nicht zu halten.

Vor dem Zubettgehen bekamen wir noch ein Ständchen gesungen.

Zum Abschluß trugen wir uns in das Gästebuch des Post ein.
HTC Health-Post in Naldum – 3. Tag / Rückkehr

Als wir uns am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang auf den Rückweg begaben, wurden wir von diesem Kommitee verabschiedet.

…bestand wieder aus 2 1/2 Stunden Aufstieg…

…dessen Strapazen immer wieder durch wunderbare Landschaftsbilder….

…entschädigt wurden.

Nagarkot Bus-Station… in ein paar Stunden sind wir wieder “zu Hause”…

Hauptsache nicht mehr Laufen….
02. September 2002
Wir sind gesund und munter in Kathmandu angekommen. Aus dem Radio haben wir erfahren, daß die Maoisten ein paar Autos in Brand gesteckt haben. Uns wurde versichert, daß für Touristen und Helfer weiterhin keine Gefahr bestünde.
Spendenaufruf
Wir haben bei unseren Besuchen in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen gesehen, wie sehr ein “bißchen” Geld den Menschen helfen kann. Falls auch ihr die Menschen und/oder Projekten hier vor Ort unterstützen wollt, klickt euch auf unsere Spendenseite.
















