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Anreise bis Doha/Qatar

Es ist soweit ! Pünktlich um 20.00 Uhr haben wir in Frankfurt/Main eingecheckt, und ab geht`s Richtung Nepal…..

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Uwe und Matthes am Flughafen Frankfurt

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Vor dem Abflug mussten wir uns noch mit einem (oder zwei) deutschen Bieren etwas Mut antrinken.
[Man beachte den klaren Kennerblick von Matthias…;-)]

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Uwe kommt im Flugzeug vom Klo. Seine Meinung: QatarAirways kann einiges !!

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In Doha angekommen… und zwar um 5.35 Uhr Ortszeit (4.35 Uhr MEZ) bei 31 Grad im Schatten und (mindestens) 80% Luftfeuchtigkeit…
Da unser Anschlußflug nach Kathmandu erst in 19 Stunden geht, plagen uns übelste Gedanken… Fr. Drigalla wollte uns (eigendlich) gleich in Kathmandu abholen…. daraus wird jetzt erstmal nichts.. … Müde und ungewaschen bereiten wir uns auf eine längere Sitzung am Flughafen vor.

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Ob noch Hoffnung naht?!
Jörch und Uwe bewachen das Handgepäckt, während Matthes nach Hilfe sucht und findet, in Form eines sehr aufmerksamen Flughafenmitarbeiters, der uns in einem Hotel zwischenlagern will. Wir sind auf alles gefasst, Hauptsache Schlafen….

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Bingoouuu….

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…unser Hotel in Doha ist der Hit….

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…Aircondition, Frühstück, Dinner, und Zimmerservice…
a propos Zimmerservice: Das Tablett mit 6 Büchsen Budweiser und einer Cola hat schlappe 41 US.Dollar gekostet….Wohl bekomms`….

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…dafür ist das Wohnzimmer kostenfrei…

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…und einen Internetanschluss gibt`s auch, daher diese Seite….
So konnten wir auch Fr. Drigalla erreichen, die uns schon heute in Kathmandu erwartet hatte.

 
 

Ankunft in Kathmandu

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Abflug Richtung Kathmandu: „Keine Sonne, Kein Regen, Kein Wind, 35C°….
Die Klimaanlage dampft

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Kathmandu International Airport Arrivals
Namaste !

Papierkram Stufe 1. (Einreisebstätigug ausfüllen) Die Stufe 2157 erleben wir nach dem nächsten Photo !!!!

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DAS GEPÄCK IST WEG !!!

Nach 20 Minuten hält das Gepäckband an, alle Mitreisenden gehen mit ihren Koffern zum Zoll, nur wir stehen noch ohne Koffer am Band…. Oh Oh…….
Wir berichten unser Problem einem Angestellten, der nur gelassen fragt: „Are you Gutsch?“
Unser Gepäck ist schon einen Tag vorher hier in Kathmandu angekommen, als wir noch im Ramadahotel / Doha waren. (Fragt uns nicht warum).

Es folgt Papierkram deluxe.

Uwe durfte den netten Herren zu seinem mit Sandsäcken verbarrikadierten und von einem schwerbewaffneteten Soldaten bewachten Büro folgen.
Im Büro wurden dem Verduzten, nach dem er sich seines Passes entledigt hatte und gebannt auf das geschäftige Treiben des netten Herren schaute, eine Batterie Bücher und Formulare zur Unterschrift vorgelegt. Das Ergebnis des Aufwands war ein kleiner roter Zettel, mit dem Hinweis „Nicht aus den Augen verlieren!!!“. Dieser rote Zettel wurde nun von einem Büro zum nächsten, und wieder zurück gereicht, immer schwer verfolgt von drei Augenpaaren. Nach weiteren drei Unterschriften in zwei Büchern (deutsche Beamte, nehmt Euch ein Beispiel) durften wir dann unser Gepäck entgegennehmen….
Jipppiiii…!!!

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Nachdem wir von Frau Drigalla und KP Maskey vom Flughafen abgeholt wurden (nochmals vielen Dank dafür), erreichten wir endlich unsere Unterkunft bei KP`s Cousin.

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KP spricht deutsch (und englisch, falls nötig), KP`s Cousin spricht gut englisch. Die Verständigung klappt also sehr gut.

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Unser Zimmer reicht für uns, da wir wohl eh nur zum Schlafen hier sein werden.

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Uwe hat unsere Reiseapotheke dabei…

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Jörch hat schonmal die Dusche getestet…KALT!

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…doch das kann Matthes nicht zurückschrecken…

Updating Homepage
….und nach dem Duschen kann die Homepage geupdatet werden. Bis morgen…

 
 

Der erste (ganze) Tag

unser Haus
Namaste! Ausgeschlafen erledigen wir erste Pflichten. So sieht übrigens das Haus aus, in dem wir wohnen….

unsere Straße
….und so die Straße…

Botschafter
Unser erster Weg führte zur deutschen Botschaft. Hierzu haben wir uns ein Taxi genommen, was sehr günstig ist (für unsere Verhältnisse; für ca 1,25 US-Dollar durch die ganze Stadt). Der Verkehr ist ein echter Wahnsinn.

von KP`s Office
Stellt Euch vor, alle fahren unter ständigem Hupen haarscharf durcheinander, mittendrin Fußgänger, (Motor-)Radfahrer, Rikschas und Kühe. (Wir hoffen, noch eindeutigere Fotos schießen zu können.)

von KP`s Office
Zweiter Stop war bei KP`S „OneWorldTravel Office“. Dies ist die Aussicht vom Balkon. Wir hatten geplant, hier im Büro (u.a.) unsere Internetseite aktualisieren zu können. Nach einer leckeren Tasse Tee begann der PC-Wahnsinn…

Internet geht nicht !
Geht nicht…

Internet geht doch ?
Jörch`s Windows Rechner weigerte sich strikt das interne Modem zu erkennen. Mit Matthias` Apple Rechner hingegen war es dann kein Problem. Leider ist auf diesem nicht die Homepage abgespeichert, und es gibt keine passenden Netzwerkkabel, um die beiden Rechner miteinander zu verbinden.

Koreafaxe in Nepal
Bei einem leckeren koreanischen Essen wurde der Frust vergessen, die Gedanken klarer, und eine Lösung für das Internetproblem gefunden.

Nepal Citizens
Also auf ins nächste Internetcafe (King`s Street) zum Homepage updaten. Und siehe da, es klappt! Ach ja, vielen Dank für die vielen Gästebucheinträge. 😉

Nepal-Women
Wir haben dann erstmal unsere Laptops zu Hause abgeliefert. Diese Frau sitzt vor unserer Straßenecke, und grillt Maiskolben

Monsun
…und dann wieder ab in die Stadt. Wie ihr seht, hat sich der Monsun zurückgemeldet….

Der alte Menn und die Kuh
…hier die versprochene Kuh….

Der alte Menn und die Kuh
…es dämmert bereits und regnet… Regen, Regen, von oben, von links, von rechts…

Rikscha
…in der Stadt sind wir zu dritt (!!) Rikscha gefahren. Das war unser letztes Abenteuer für heute, denn wir wurden darauf hingewiesen, daß wir spätestens gegen 21.00 Uhr zu Hause sein sollten. Immerhin herrscht in Nepal immernoch Ausnahmezustand.

Hindu-Fest Vorbereitung
Zu Hause angekommen erleben wir die letzten Vorbereitungen für das morgen anstehende Hindu-Fest. Darüber werden wir euch natürlich umfassend informieren…

 
 

Das Hindu-Fest

Jörch schläft
Bei Regengeprassel schläft es sich gut…

Matthes schläft
…schade, daß Uwe uns nach dem Fotografieren aus den Betten geschmissen hat, aber wir haben heute noch einiges vor.

Navin und Uwe
Navin begrüßt uns zur Feier des Tages im Schalke-Shirt. Heute ist das Pusa (=Fest) , der erste Todestag seines Vaters….

SchalkeFans in Nepal
Zu diesem Fest kommen alle Verwandte und Bekannte mit ihren Kindern.

Schalke Fans
Hier seht ihr ein paar von Navin`s Verwandten, die in seinem Wohnzimmer auf die Zeremonie warten….

Frauen
…einige Frauen warten in einem seperatem Raum.

Tee

Tee


In Navin`s Küche wird der nepalische Tee für die Gäste gekocht…

Festmahl
…und im Hinterhof das Festmahl.

Brahmane
Im Vorgarten spricht der Brahmane Schutz-Mantras aus….

Brahmane
….natürlich waren wir dabei. Die Mantras wirken ewig…..

Brahmane
…das Bändchen soll nach 2 Tagen an einer sauberen Stelle (meist an Statuen) abgelegt werden.

Navin`s Vater
Der Verstorbene.

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Die vier Söhne haben sich durch zweitägiges Fasten, und das Rasieren der Haare vorbereitet….

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…dies dient der rituellen Reinigung…

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…es wurden Schutz-Mantras gesprochen, und der Geist des Vaters beschworen…

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…heilige Verse wurden verlesen…

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Alle Anwesenden wurden mit einem gelben Reispunkt als Zeuge dieser Zeremonie gekennzeichnet. Nur zu diesem Fest gibt es gelbe Punkte, zu allen anderen Anlässen rote.

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Auch wir haben das Symbol erhalten.

zum Fluß 
Zwei Söhne des Verstorbenen trugen den Geist und die guten Wünsche der Familie in einem mit Opfergaben gefüllten Korb zum Fluß zurück. Auf dem Weg dorthin dürfen sie nicht berührt werden, da sie sonst unrein würden…

am Fluß
Die bis hierher unberührbaren Brüder übergeben den Geist schliesslich dem Fluß… Erst auf dem Rückweg konnte uns Navin die Zermonie erklären, verwies uns aber darauf, daß wir ihn nicht fragen dürften, er müsse alles von sich aus erzählen.

Festmahl
Nun gab es endlich das große (vegetarische) Festmahl.

Jörch Olli Anja, KP, Uwe
KP`s Gast-Medizinstudenten aus Deutschland, Olli und Anja, waren auch eingeladen.

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…es herrschte im Allgemeinen ein reges Kommen und Gehen. Zeit für uns aufzubrechen, denn wir wollten die Butterlichter an der großen Stupa von Bouddha erleben.

Lastenträger
Auf dem Weg sieht man so einiges: Lastenträger,

nepalische Baustelle
nepalische Baustellen…

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…die später mal so aussehen sollen…. (dies ist übrigens der Blick vom Balkon in Navin`s Haus)

Ziegen
..und Ziegen. Ach ja, zurück zur Kuh: Ein Taxifahrer hat uns erzählt, daß auf das Überfahren einer Kuh 12 Jahre Gefängnis stehen. Ein Glück, daß wir unsere Führerscheine nicht mit haben, bei dem Verkehr.

Stupa in Bouddha
In Bouddha erhebt sich eine majestätische Stupa vor uns…

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Heute pilgern tausende Buddhisten an diesen Ort, um hier das Buddha jayanti Festival mit Butterlichtern bei Vollmond weiterzufeiern.

Kinder auf der Stupa
Nepalische Kinder auf der Stupa. Wir haben auf allen betretbaren Ebenen der Skulptur mit Hillary`s Kamera gefilmt.

Butterlichter
In der Dunkelheit leuchten überall die mit Butter gefüllten Lichter.

normaler Straßenverkehr in Nepal
Auf der Rückfahrt erleben wir eine weitere Achterbahn-Taxifahrt in den Straßen Kathmandus… bis morgen…

 
 

Durbar Square / Kathmandu

Kuhten Tag
Kuhten Tag.

FreakStreet
Unser Programm für heute….Kultur! Wir sind gegen 10.00 Uhr zu Fuß in Richtung Durbar Square gelaufen.

Fluss
Vorbei am Bagmati-River… und das war schon falsch, wir hätten an der Kreuzung vorher rechts abbiegen müssen…

Eingang
Egal, Kathmandu ist ein riesiges Museum, und das war unser Zwischenstop….

Vishnu-Tempel
….ein sehr schöner Vishnu-Tempel.

Glocke
Matthes lässt sofort die Glocken läuten….

Jörch macht Taxi klar
Trotzdem wollten wir ja eigendlich zum Durbar Square, und so haben wir dann doch wieder auf ein Taxi zurückgreifen müssen.

Begrüßungsmusik
Vor dem Durbar Square wurden wir mit Musik empfangen.

ein Mädchen am Fenster
..ein Mädchen lachte uns entgegen….

Hebbet G. am Kiosk
…und Hebbert G. saß am Kiosk 😉

 kleine Stupa
Auch eine kleine Stupa konnten wir studieren.

Eingang zum Tempelbezirk
Der Durbar Square mit seiner Fülle an Sehenswürdigkeiten ist die größte Palastanlage Nepals.

Tempel
Die prachtvollen Gebäude sollen die Idee des Glanzes der ehemaligen nepalischen Residenz vermitteln.

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Die Größe und Vielfalt fordert eine eigene Wanderung.

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Nicht nur die Gebäude an sich, sondern gerade die kleinen detailreichen Verzierungen sind sehr beeindruckend.

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Anhand der Tiere, die als Skulptur den Tempeleingang bewachen, kann man den Tempelgott erkennen, da es sich (auch) um sein Reittier handelt. Dies ist ein Kali-Tempel, da sie auf einem Tiger reitet. Kali, die weibliche Göttin des Bösen für die Bösen, wird neben Vishnu am häufigsten veehrt. Warum Kali? Erklärt wurde es uns damit, daß Kali mächtig und weiblich sei, und durch Gebete und Opfergaben wohlwollend gestimmt werden wolle. .. Und was ist das Schlimmste was ein Hindu kennt? Eine mächtige, sehr, sehr böse Frau!!

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Neben den Tempelanlagen wimmelt es von Kleinhändlern.

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Dies ist auch ein beliebter Platz für Taschendiebe, wie wir beobachten konnten. Gut, daß Jörch (im Verhältnis zu den Nepali) sehr groß ist.

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Wairabh
Wairabh, die Reinkarnation von Kali. Im Gegensatz zu Kali ist er nur böse.

Stilles Gebet
[Stilles Gebet]

Mennfield`s prayer
Mennfield`s prayer (ach ja, habt ihr Mennfield schon gefunden?)

Jörch mit einem Sadhu
Häufig treffen wir auf Sadhus (heilige Männer)….

Sadhu
….sie tragen unterschiedlichste Gewänder…

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…doch ihre heiligen Handlungen sind nicht kostenlos….

Mennfield mit Sadhu
….sollen aber Glück bringen, und das können wir ja gut gebrauchen.

 Sadhu

Heute: Affen

Heute: Affen

Uwe im Tuk Tuk
Zurück sind wir zu dritt in einem Tuk Tuk gefahren. Unter der Verkleidung befindet sich ein Motorroller mit Anhänger (in dem man sitzt). Tuk Tuks kosten nur halb so viel wie Taxis, haben keine Stoßdämpfer, keine Knautschzone, und machen bei diesem Verkehr richtig Laune.

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Zu Hause angekommen haben wir die Familie von Navin`s Frau kennengelernt. Besser gesagt nur die Frauen…

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…denn heute, zum Abschluß des Jahrestages, werden die vier Brüder nur von den Ehefrauen geehrt. Dabei sind die anderen weiblichen Familienmitglieder anwesend. Vor dem Fest hat Jörch aber erstmal die Fotos von gestern gezeigt.

laughing women
Wir hatten eine Menge Spaß

Ida
Das ist Ida, Navin`s Tochter. Sie ist in der neunten Klasse, spricht sehr gut englisch und dolmetscht zwischen den älteren Familienmitgliedern, die sich rege mit uns unterhalten haben.

Gabentisch
Dies sind die Gaben. Die vier Ehefrauen beschenken während der Zeremonie jeden der vier Brüder.

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Im Gegensatz zu gestern gibt es heute wieder rote Reispunkte.

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Die Männer bekommen einen Punkt auf die Stirn und auf die rechte Schläfe, die Frauen auf die Stirn und auf die linke Schläfe, alle anderen Anwesenden nur einen auf die Stirn.

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Seit dem Tod des Vaters durften die Brüder keinen Alkohol trinken. Mit einem Reinigungsrituals im Rahmen der Zeremonie endete die Abstinenz mit 70%igem Brandy. Den gab`s anschließend auch für die anderen Gäste (und uns).

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Nachdem auch wir die Reispunkte auf der Stirn empfangen haben, gab es (wieder) ein Festmahl mit Fisch und Hühnchenfleisch.

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KP hat mit uns getrunken und gegessen, und dabei die Grundzüge des hinduistischen Glaubens aus seiner Sicht beschrieben. Mit diesem Mahl endete der Tag… morgen geht`s dann auf nach Bhaktapur… bis dahin, Namaste.